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Am 9. Spieltag reiste der FC Mecklenburg Schwerin ins nahe gelegene Wismar, um mit dem FC Anker die Klingen zu kreuzen. Die Jungbullen übernahmen von Beginn an das Zepter und dominierten das Geschehen weitgehend. In der Anfangs-Viertelstunde war das FCM-Spiel noch von kleineren Unsauberkeiten und leichten Ballverlusten begleitet, doch fand man in der Folge mehr und mehr in seinen Rhythmus und fuhr Angriffswelle auf Angriffswelle. Die Gastgeber verständigten sich auf eine kompakte Abwehrhaltung und erwarteten Schwerin zumeist in der eigenen Hälfte in einer 4 4 2 Formation mit engen Abständen zu einander. Lange fehlte dem FCM die nötige Geduld um sich diesen kompakten und körperlich sehr, sehr robusten und groß gewachsenen Gegner zurecht zu legen. Das änderte sich in Minute 25. Nun startete eine Attacke über den linken Flügel. Tschernjawski dribbelte von der Linie beherzt in Richtung Zentrum und bediente den freistehenden Melchor. Der technisch versierte Kreativ-Spieler zog einmal auf, versetzte Keeper Born mit einem satten Hieb aus 14 Metern ins kurze Eck und markierte somit das 0:1. Daraufhin wollte Schwerin direkt scharf nach waschen, doch kam man nur noch zu einer Torchance, die hatte es jedoch in sich. Durch einen aggressiven Gegen-PessingMoment wurde ein eigener Ballverlust zum Spielmacher. Wirbelwind Mahmudi trieb das Leder daraufhin dynamisch auf die letzte Kette der Hansestädter und spielte im richtigen Moment Melchor frei. Dieser versetzte den Abwehrspieler erneut mit einem Haken ins Zentrum, doch leider verzog der Torschütze des Führungstreffers um wenige Zentimeter. Damit ging es in die Pause. Bei erfrischenden Getränken besprach man sich und erörterte Möglichkeiten, den Gegner noch klarer zu bespielen und dementsprechend motiviert starteten die Jungbullen in den 2ten Durchgang.
Mit Beginn der 2ten Halbzeit wurde das Schweriner Spiel zunehmend zwingender, für das 0:2 musste aber ein Standard her. Feingeist Jonas „streichelte“ eine Ecke von rechts zum Tor in Richtung langen Pfosten. Dort war der fleißige Kapitän Kröger bereits hin gestartet und nickte die Kugel sicher ein (51.) Jetzt ging vieles einfacher und nur wenige Minuten darauf jubelten die Gäste erneut. Spielgestalter Jonas, der nach seiner Einwechslung eine sehr starke Partie spielte und an fast jeder Aktion, defensiv wie offensiv, beteiligt war, legte sich das Spielgerät erneut für einen ruhenden Ball zurecht. Sein Freistoß setzte an den Querbalken und von dort mutmaßlich hinter die Tor-Linie und konnte dann geklärt werden. Schwerin jubelte, aber Schiedsrichterin Reinsch, die eine angenehme Spielleitung an den Tag legte, sah den Ball lediglich auf der Linie. Das spielte jedoch nicht die ganz große Rolle, denn nur wenige Zeiger-Umdrehungen darauf lag der Ball dann deutlich sichtbar im Netz. Wieder hatte Jonas seine Füße im Spiel. Vom umtriebigen Mentalitäts-Monster Barati in Szene gesetzt, bediente Jonas den mitgelaufenen Tschernjawski und der starke Flügelspieler schob den Ball am langen Pfosten zum vorentscheidenden 0:3 ein (58.). Damit war die Messe gesungen. Bei Wismar schwand der Glaube und Schwerin wähnte sich nun im Flow. Diesen brach das Trainer-Team eigens mit einer WechselOrgie und somit kam es neben ein paar Halbmöglichkeiten nur noch zu 2 klaren Torchancen. Zum einen setzte Tempo-Dribbler Wolgast mit seiner unnachahmlichen Schusstechnik, bei dem der Ball sehr spät fällt, einen 23 Meter Freistoß denkbar knapp am Dreiangel vorbei und dann scheiterte Unglücksrabe Pasewaldt aus 11 Metern am eingewechselten Keeper Brinkies. Kurz danach war Schluss und so verabschiedete sich die U17 mit einem 0:3 Auswärtssieg in die Winterpause.
Fazit aus Trainer-Sicht. „Heute haben wir Trainer einen guten und soliden Auftritt unser Jungbullen gesehen. Mit ein wenig mehr Geduld zu Beginn der Partie und etwas mehr Emotionalität und gemeinschaftlicher Intensität im weiteren Verlauf hätte es sicher noch klarer ausgehen können, aber das sind alles Themen, die wir im Winter aufarbeiten werden. Schlussendlich möchten wir den Spielern zu einer tollen Hinrunde gratulieren. So gingen die Jungs, bis auf ein Remis gegen Neubrandenburg, aus all ihren Pflichtspielen zumindest als der sportliche Sieger hervor. Jetzt hat sich die Mannschaft darauf geeinigt, dass es dennoch viele Dinge zu bearbeiten gilt, möchte man auch eine starke Rückrunde spielen. Wir Trainer werden sie gerne bei dieser Entwicklung unterstützen und begleiten.“
Aufstellung: Köhn, Konkol (Barati 41.), Fricke, Gatz, Knaack (Curschmann 59.), Tuladze, Kröger, Tschernjawski (Schmökel 59.), Wolgast (Pasewaldt 59.), Mahmudi (Jonas 41.), Melchor








