Spielberichte

Aktuelle Spielberichte auf einen Blick

FCM mit Lebenszeichen - 2:1 Sieg gegen Strausberg

Es war das erste Endspiel in der Mission Oberliga Klassenerhalt und dazu noch ein besonderes. Erstmals wurde ein Heimpunktspiel des FCM auf Kunstrasen absolviert. Weil der Rasenplatz weiterhin gesperrt ist, wurde am Kunstrasen extra umgebaut. So sind die Trainerbänke auf die Gegengrade installiert worden, damit auf der linken Seite ein Zuschauerbereich eingerichtet werden konnte. So brauchte niemand durch Gitterstäbe in den "Käfig" zuschauen. Cheftrainer Enrico Neitzel musste seine Siegerelf von Rostock etwas umstellen, da Kapitän Christopher Kaminski seine Rotsperre absitzen musste und auch Artem Cygankov (5.Gelbe) gesperrt war. Aber dadurch, dass sich während der Winterpause das Lazarett zugunsten der Kaderbreite lichtete, waren die Stellschrauben schnell gedreht. So rückte Youngster Jannik Zotke als Spielmacher ins Zentrum und Neuzugang Keke Orth kam zu seinem Startelfdebüt vor heimischem Publikum.

Der FC Mecklenburg nahm mit Anpfiff der Partie auch gleich das Zepter in die Hand und nach sieben gespielten Minuten stand es schon 1:0 für die Hausherren. Eingeleitet durch Evgeni Pataman, der sich auf der rechten Seite behaupten konnte und auf Tino Witkowski durchsteckte. Dieser sah den mitgelaufenen Keke Orth und legte noch einmal quer. Doch Orth verfehlte den Ball leider knapp aber so kam das Spielgerät zu Neuzugang Karim Barka Hemgard der goldrichtig stand und zum Abschluss kam. Es lief im weiteren Spielverlauf nahezu perfekt. Die frühe Führung zwang die Strausberger nun zum mitspielen und so boten sich für die Landeshauptstädter immer wieder Chancen die Führung auszubauen. In der 31.Minute war es wieder Orth der den Abschluss suchte. Den FCS Torhüter schon umkurvt, war wohl die Aufregung zu groß, sodass sich noch ein Gegenspieler in den Ball warf und so das 2:0 verhindern konnte. Im direkten Gegenzug konnte leider Gilnics den Ball nicht richtig klären sodass Hristian Popov ein Foul im eigenen Strafraum verursachte. Der Pfiff des Unparteiischen ertönte sofort und er zeigte auf den Punkt. Klarer Elfmeter. Strausbergs Kapitän Wael Karim schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher vom Punkt zum 1:1 Ausgleich. In den restlichen zehn Minuten der ersten Hälfte passierte nicht mehr viel und so ging es mit dem Unentschieden in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Der FCM nahm das Spiel in die Hand und es boten sich weitere Chancen um erneut in Führung zu gehen. Ein nicht geahndetes Handspiel im Strafraum sorgte für Verwunderung und Diskussionsstoff. Die Schweriner am reklamieren, Strausberg am diskutieren, nur Tino Witkowski war noch im Spiel und hielt aus linker Position mit einem strammen Schuss drauf. Strausberg Schlussmann Jäschke passte aber auf und konnte den Schuss egalisieren. Sehr stark gehalten!
Das Spiel plätscherte so vor sich hin und langsam entwickelte es sich zu einer Zitterpartie, da nun auch die Brandenburger immer wieder etwas gefährlicher vor dem Tor wurden. In der 74. Minute bekam jedoch der FCM einen Einwurf zugesprochen. Ein Fall für Aleksejs Gilnics, der Einwürfe wie Flanken in den Strafraum wirft. So auch jetzt! Der Klärungsversuch vom jungen Pierre Vogt landet bei Evgeni Pataman, der mit einem Kopfball den Ball wieder zurück in den Strafraum bringt, Gorkow verlängert mit dem Fuß und Tino Witkowski springt höher als der Torhüter und nickt mit dem Köpfchen zum 2:1 ein. Der Jubelschrei der knapp 200 Zuschauer im Sportpark Lankow war wahrscheinlich bis Strausberg zu hören, so laut war die Freude! Im folgenden Spielverlauf boten sich wieder zwei 100 prozentige Chancen um den Deckel endgültig drauf zu machen, jedoch scheiterte erst Pataman und eine Minute später Orth aus aussichtsreichenden Positionen. Am Ergebnis änderte das aber nichts mehr und die drei Punkte bleiben in Schwerin.

Ganz wichtige drei Punkte konnte der FCM heute einfahren. Wenn man etwas Negatives aus der Partie ziehen möchte, dann ist es die Chancenverwertung. Daran wird gearbeitet werden müssen, wenn man die restlichen Endspiele um den Klassenerhalt positiv gestalten möchte. Am kommenden Wochenende geht’s im Landesderby zum FC Anker Wismar. Wird man da an die Leistungen der letzten beide Spiele anknüpfen, kann man auch da etwas Zählbares in die Landeshauptstadt entführen.

FCM: Ellenschläger – Harada, Popov, Gorkow, Gilnics (77. Sato) – Henschke, Witkowski, Zotke, Barka Hemgard, Pataman – Orth (90. Michalski)

Autor: Carsten Darsow

Fotos: Dietmar Albrecht