Spielberichte

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Lichtenberg eine Nummer zu groß

Der FC Mecklenburg Schwerin verliert sein Heimspiel gegen den SV Lichtenberg 47 am Ende mit 4:2 obwohl die Schweriner zweimal in Führung gingen. Es war das vorausgesagte Spiel David vs. Goliath. Die junge Schweriner Mannschaft spielte munter und mutig mit, musste sich am Ende aber der gestandenen und erfahrenen Berliner Mannschaft geschlagen geben.

Kurz vor dem Spiel kam der Daumen hoch für den Einsatz von Tino Witkowski. Das Pysioteam gab grünes Licht und so konnte Schwerins Nummer 21 nach zwei Wochen Verletzungspause wieder mitwirken. Die erste Chance gehörte allerdings den Gästen, doch den Schuss von Hollwitz konnte Max Böttcher im FCM Tor zur Ecke klären. Keine Minute später hatten die Hausherren die Möglichkeit zur Führung, aber Yuma Sato haut aus 5m über den Kasten. Lichtenberg nun weiter am Drücker aber der FC Mecklenburg macht das Tor. Cygangov spielt einen langen Ball zu Evgeni Pataman, der sich auf der linken Seite energisch durchsetzen kann. Mit gutem Überblick sieht er den mitgelaufenen Paul Roger Henschke kommen und legt den Ball quer. Paul vollendet zum Führungstreffer für die Schweriner zum 1:0. in der 16. Minute praktisch aus dem nichts. Das konnten und wollten die Lichtenberger nicht auf sich sitzen lassen und zündeten ein Bollwerk mit Chancen zum Ausgleich. Aber mit Schwerins Nummer 1, Max Böttcher hatten die 47er so Ihre Probleme. Immer wieder war er zur Stelle und hielt die Führung fest, aber beim Ausgleichstreffer durch Banze in der 41. Minute war er dann doch machtlos. Einen strammen Schuss aus ca. 20 Metern konnte er zwar parieren, musste ihn jedoch klatschen lassen. Der eingelaufene Banze war schneller an der Kugel und haute im Nachschuss das Spielgerät in die Maschen. Aber der FCM hatte die Antwort parat. Cygangov‘s Schuss konnte der Gästekeeper zum Toraus parieren. Die daraus resultierende Ecke brachte wieder Torjubel wie schon eine Woche zuvor gegen den BSC. Jannik Zotke flankte den Ball in den Strafraum, wo wieder der FCM-Kapitän Christopher Kaminski goldrichtig stand und den Ball ins Tor brachte. So ging es mit der schmeichelhaften Führung in die Pause.

Die Kabinenansprache vom Gästetrainer schien ordentlich gewesen zu sein, denn der SV Lichtenberg brauchte in der zweiten Halbzeit nur 20 Minuten um das Spiel zu drehen. Die erste Möglichkeit hatten jedoch die Hausherren, aber Evgeni Pataman wurde zurückgepfiffen, da er angeblich im Abseits stand. Nun folgte das Aufbäumen der Hauptstädter und Brechler, Mayoungou und wieder Brechler drehten fast schon lehrbuchmässig den 2:1 Rückstand in eine komfortable 2:4 Gästeführung um. Zwar hatte der FCM mit dem eingewechselten Jelto Reuter die Möglichkeit zum Anschluss aber sein schöner Lupfer über den Gästekeeper traf nur die Latte. Christopher Kaminski hatte auch noch mal die Chance zur Ergebniskosmetik. Sein geschossener Freistoß verfehlte das Gehäuse nur knapp.

Nüchtern betrachtet, ist der Sieg des SV Lichtenberg völlig verdient. Sie zeigten, dass Sie nicht ohne Grund auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Für die junge Schweriner Mannschaft geht es am kommenden Wochenende nun zum Tabellenführer Optik Rathenow. David vs. Goliath Teil 2 im Stadion Vogelgesang. Aber warum sollte dem Underdog nicht auch mal eine Überraschung gelingen.

FCM: Böttcher – Studier, Kaminski, Harada, Zotke - Bohmann, – Cygankov (66. Leu), Witkowski, Henschke (78. Reuter), Sato (87. Maas) – Pataman

Autor: Carsten Darsow

Foto: Danilo Thienelt