Spielberichte

Aktuelle Spielberichte auf einen Blick

FCM zieht ins Landespokal-Achtelfinale

Diese Woche ging es Schlag auf Schlag. Am Samstag hatten die Landeshauptstädter ihre dritte Aufgabe, innerhalb weniger Tage, vor der Brust. Der Gegner dieses Wochenende: FSV Einheit Ueckermünde. Eine Aufgabe, die man aus den Verbandsligazeiten noch gut kennt. Es war endlich wieder Pokalwochenende angesagt. Nachdem man die letzten Spiele endlich positiv gestalten und die ersten Siege in der Oberliga einfahren konnte, ist die Zuversicht groß gewesen auch diese Aufgabe zu meistern. Allerdings konnte auch der FSV Einheit Ueckermünde die letzten beiden Ligaspiele für sich entscheiden. Unter anderem zuletzt gegen den TSV Bützow. So war auch in diesem Spiel, wie schon gegen Brieselang und die Amateure von Hansa, höchste Konzentration und eine geschlossene Mannschaftsleistung gefragt. Das Trainerduo Enrico Neitzel und Tobias Sieg wechselten lediglich auf zwei Positionen. Zum einen durfte Maximilian Böttcher zwischen den Pfosten stehen. Zum anderen rückte Markus Studier, für den zuletzt stark aufspielenden A-Jugendlichen, Jannik Zotke, in die Startelf.

Pünktlich um 14 Uhr ertönte im Ueckermünder Waldstadion der Anstoßpfiff. Nachdem beide Mannschaften sich in der Anfangsphase abtasteten und sich viel im Mittelfeld abspielte, waren es die Gastgeber, die die erste Chance zur Führung hatten. Nach einem strammen Schuss aus dem Rückraum des FSV Einheit Mittelfeldakteurs Kay Reinke, wusste Maximilian Böttcher diesen abzuwehren. Kurze Zeit später sollte dann das erste Tor des Spiels fallen. Die sonst so kompakt und aggressiv verteidigende Ueckermünder Defensive wurde durch einen schnellen Vorstoß von Evgeni Pataman und Christopher Kaminski geknackt. Der Mecklenburger Kapitän spielte Tino Witkowski so im Strafraum frei, dass dieser nur noch einschieben brauchte. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte waren Hochkaräter Mangelware. Wie aus dem Nichts tauchte dann allerdings ein FSV Stürmer frei vor Maximilian Böttcher auf. Auch in dieser Situation bewies Maximilian Böttcher die stärkeren Nerven. Zum wiederholten Male hielt der junge FCM Keeper die 0 auf Seiten Schwerins. So ging es mit einem Tor Vorsprung in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Schweriner spielbestimmend. Viel Ballbesitz und die technisch besser ausgebildete Mannschaft. Dieses jedoch in größtenteils ungefährlichen Zonen. Das Spiel plätscherte mehrere Minuten so vor sich hin. Erst nach ca. 70 Minuten wurde das Spiel wieder schneller und ansehnlicher für die 150 Zuschauer. Es begann eine Druckphase Schwerins. Der erste vielversprechende Angriff konnte noch in der 69. Minute vereitelt werden. Nur drei Minuten später, konnte der FCM allerdings erhöhen. Wieder einmal war es die Nummer 9, Evgeni Pataman, der in aussichtsreicher Position vor dem Tor auftauchte. Dieser spielte den Ball locker in die Mitte, wo Artem Cygankov nur noch einschieben brauchte. So mussten die Gastgeber noch einmal alles nach vorne werfen. Das erleichterte Jubeln mehrerer Schweriner Anhänger war noch nicht ganz abgeklungen, da hätte die Party zu einem echten Pokalkrimi werden können. 15 Minuten vor Abpfiff setzte sich Adam Celeban energisch gegen die Schweriner Hintermannschaft durch. Diesem versagten erneut die Nerven und er schoss das Spielgerät über den Querbalken. Somit konnten die Schweriner Jungs weiterhin beruhigt und mit einem 2:0 im Rücken die letzten Minuten runter spielen. Den Schlusspunkt setzte Tino Witkowski in der 86. Minute. Damit war der Deckel drauf. 3:0 Auswärtssieg im Pokalspiel. „Wir hatten von Anfang das Zepter in der Hand. Ueckermünde hatte zwar auch zwei sehr gute Chancen im Spiel aber am Ende sind wir mit dem 3:0 sehr zufrieden. Wir sind eine Runde weiter und das ist das was im Pokal zählt.“ resümierte Schwerins Cheftrainer Enrico Neitzel nach dem Spiel

Eine Runde weiter. Der FCM steht im Achtelfinale. Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigen die restlichen Pokalergebnisse im Land, wo auch andere Oberligisten die Segel streichen mussten. Die einzige Mannschaft, die aus dem Schweriner Umland und aus Schwerin selbst, eine Runde weitergekommen ist, ist der FC Mecklenburg Schwerin.

FCM: Böttcher – Maas, Schilling, Harada, Studier (52. Leu) – Kaminski (85. Baumann), Bohmann, Sato (63. Henschke) – Cygankov, Witkowski, Pataman

Autor: Christoph Gorkow/ Carsten Darsow

Foto: Dietmar Albrecht ( Archiv )